Ortsteil Fresendorf
Fresendorf wurde 1279 erstmalig in einer Urkunde genannt, jedoch nicht als Ort, sondern als Person. Ein Henricus de Fresendorp gilt als wahrscheinlicher Namensgeber. Der Name Fresendorf kommt aus dem Deutschen und soll weiterhin ein Hinweis dafür sein, dass sich hier die Friesen ansiedelten. Mit seinen 140 Einwohnern ist Fresendorf der kleinste Ort der Gemeinde. Dies ist dem geschuldet, dass Fresendorf direkt an das Naturschutzgebiet Kösterbeck grenzt.
Durch diese natürliche Baugrenze bewahrt sich Fresendorf den Charme des kleinen Dorflebens. Fresendorf ist vor Allem für sein Bodendenkmal „Slawischer Burgwall“, auch liebevoll „Schlossberg“ genannt, bekannt. Entgegen des Namens befand sich auf dem Wall zu keiner Zeit ein Schloss, sondern eine große slawische Burganlage. Wie zahlreiche Bodenfunde belegen, war dies mit großer Wahrscheinlichkeit die Hauptburg des slawischen Stammes der Kyzziner (Kessiner). Ihre große Bedeutung für das damalige Volk wird in zahlreichen überlieferten Schriften und Sagen immer wieder deutlich.